„Wer unter dem Pantoffel steht, betreten durch das Leben geht.“ Henning Venske

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Die Geschichte der Pantoffel

Schlappen, Latschen oder Puschen – der Pantoffel kennt viele Synonyme. Übersetzt bedeutet das französische Wort pantoufle so viel wie Hausschuh. Da er kein Fersenteil besitzt, ist er perfekt zum Reinschlüpfen. Die ältesten Schuhe dieses Typs wurden in koptischen (ägyptischen) Gräbern des 2. bis 8. Jahrhunderts gefunden. Die Schuhart stammt vermutlich aus dem Orient. Dort wurden die Modelle aufwendig mit Stickereien und Edelsteinen verziert. Seit dem 15. Jahrhundert trat der Schuhtyp über den östlichen Mittelmeerraum über Italien seinen Siegeszug ins übrige Europa an. Bequeme Hausschuhe, die an der Ferse geschlossen waren und eigentlich Halbschuhe waren, wurden im 19. Jahrhundert auch Pantoffeln genannt.

Die Redensart „Unter dem Pantoffel stehen“ muss vermutlich zu dieser Zeit entstanden sein. Bürgerliche Haus- und Ehefrauen trugen die meiste Zeit Pantoffeln. Männer, die sich von ihren Frauen zu viel gefallen ließen, wurden schnell zu „Pantoffellhelden“ und standen somit auch unter dem Pantoffel.

Besonders in Japan hat der Schuh eine wichtige Bedeutung: Traditionellerweise soll man mit Straßenschuhen keine Wohnung betreten. Also läuft man zu Hause mit Pantoffeln herum. Für das WC trägt man extra Toiletten-Pantoffeln.

Und heute?

Bei uns in Deutschland nutzen wir unsere Hausschlappen etwas legerer. Zwar gibt es mittlerweile modische Modelle, ganz so aufwendig gestaltet wie im damaligen Orient sind sie aber nicht. Wir assoziieren Hausschuhe eher mit bequem, kuschelig und flauschig. Der Pantoffel ist zum Must-Have geworden.