Zitrusfrüchte gehören in Deutschland zum Winter dazu! Durchschnittlich esse jeder in Deutschland vier Kilo Orangen und trinke acht Liter Orangensaft im Jahr. Gerade im Winter sei die Frucht wegen ihres hohen Vitamin C Gehalts so beliebt. Doch woher kommen unsere Orangen? Welche Sorten gibt es? Was ist bei der Zitrusfrucht zu beachten und wie Sie die Alleskönner in der Küche verwerten können, erfahren Sie hier!

Mädchen und ein Schneemann

Woher kommt die orangene Kugel?

Seit dem 15. Jahrhundert sind die Orangen, auch Apfelsinen genannt, in Europa weit verbreitet. Sie ist eine Kreuzung aus Mandarine und Pampelmuse. Ursprünglich kommt die saftige Frucht aus China. Dort tauchte sie bereits vor dreitausend Jahren auf. Im 16. Jahrhundert ließ der Adel Gewächshäuser für die Zitrusfrüchte errichten. Die Orangerien. Dort wachsen die Apfelsinen an großen, immergrünen Bäumen. Unsere Winterorangen kommen vor allem aus den Mittelmeerländern wie Spanien und Italien. Dort ist von Herbst bis März Erntesaison. Im Sommer hingegen kommt die Frucht aus Ländern wie USA, Brasilien und Südafrika. Heute ist die Orange die am häufigsten angebaute Zitrusfrucht der Welt.

Welche Orangensorten gibt es?

Es sind insgesamt viele verschiedene Orangensorten erhältlich. Meist werden sie in zwei große Gruppen unterteilt:

  • Die Bitterorangen, auch Pomeranzen genannt. Sie wird häufig als Zierpflanze oder Marmeladenzutat verwendet.
  • Die süßen Orangensorten, wie Rundorangen, Navelorangen und Blutorangen.

Fälschlicherweise werden beispielsweise Limetten oft als Säurefreien Orangen bezeichnet. Doch die frühreifen Früchte, werden wegen ihres intensiven sauren Geschmacks üblicherweise nicht pur verzehrt. Sie finden hauptsächlich Verwendung bei der Zubereitung von Speisen und Getränken.

Orangen schmecken süß-säuerlich und sehr aromatisch. Je länger sie am Baum reifen, desto süßer werden die Früchte.

Worauf sollten Sie bei der Aufbewahrung achten?

Da die meisten Früchte frisch verzehrt oder als Saft getrunken werden, sollten Sie immer darauf achten, die Orangen kühl, trocken und luftig zu lagern. Damit Sie Schimmel vermeiden, achten Sie darauf Früchte mit unbeschädigter Schale und ohne braune Stellen zu kaufen. Dies überprüfen Sie am besten auch bei der Lagerung ab und an. Wird die Zitrusfrucht optimal aufbewahrt, sind sie bis zu 11 Wochen haltbar. Bei Zimmertemperatur halten sie sich in etwa 1-2 Wochen. Unbehandelte Orangen allerdings kürzer.

Wie gesund sind Orangen?

Schon zwei saftige Früchte decken den Tagesbedarf an Vitamin C. Dies ist nicht nur gut für das Immunsystem, auch für Knochen, Zähne und das Bindegewebe. Zudem schützt Vitamin C auch vor schädlichen Einflüssen auf Zellen. Also ist die Orange der perfekte Begleiter in der kalten Jahreszeit! Auch wenn viele die weiße Haut der Zitrusfrucht bis auf den letzten Millimeter abpulen, enthält auch diese gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe. Außerdem enthält die frische Frucht kaum Kalorien. Dies zählt allerdings nicht für gekauften Orangensaft. Ein Liter hat fast so viele Kalorien wie eine Tafel Schokolade. Hier also besser zu frischen Orangen greifen, ist viel gesünder! Neben dem positiven Effekts des Vitamin C, senkt firscher Orangensaft auch den Blutdruck- und Cholesterinspiegel. Stellt sich nun die Frage wie Sie den Alleskönner auf den Teller zaubern.

Wie kann ich die Zitrusfrucht in der Küche verwerten?

Frisch gepresster Orangensaft

Einen vitaminreichen Frischekick können Sie sich ganz leicht zaubern, indem Sie das Multitalent einfach frisch gepresst trinken. Egal ob zum Frühstück oder Mittagessen. Sie sollten nur darauf achten, dass Sie Kaffee und Orangensaft nicht mischen. Der Gerbstoff im Kaffee blockiert die Aufnahme des gesunden Vitamin C. Trinken Sie die beiden Getränke lieber ein paar Stunden versetzt.

Orangenmarmelade

Vor allem zu Weihnachten ist eine selbst gemachte Orangenmarmelade ein leckerer Brotaufstrich.

Zutaten

  • 4 Orangen
  • 2 Zitronen
  • 1/2 Liter Apfelsaft
  • 1 Vanilleschote
  • 1 kg Gelierzucker
  • 1 Schuss Orangenlikör
  • Zimt

Zubereitung

Zuerst schälen Sie die Orangen und Zitronen. Wenn Sie unbehandelte Früchte haben, können Sie die Schalen klein schneiden und ebenfalls zusammen mit dem Apfelsaft ca. 10 min köcheln lassen. Anschließend gut mit dem Mixstab purieren. Die Vanilleschote längs aufritzen und das Mark mit dem Messer herausschaben. Nun die vorbereiteten Zutaten, das Vanillemark und den Gelierzucker in einem hohen Topf mischen. Unter Rühren kurz aufkochen. Für den besonderen Weihnachtsgeschmack geben Sie einen Schuss Orangenlikör und Zimt hinzu. Ganz nach Ihrem Geschmack. Zuletzt die noch heiße Marmelade sorgfältig in vorbereitete Gläser füllen und fest verschließen.

Fertig ist die winterliche Vitaminbombe für den Frühstückstisch!

Duftende Orangen

Wenn das Wetter mal wieder richtig trüb ist, versteckt man sich gerne im Warmen. Wenn es dort nach Weihnachten duftet, vergisst man schnell das ungemütliche Wetter. Zudem ist es eine super Möglichkeit die Orangen zu verwenden, wenn sie nicht mehr für frischen Orangensaft geeignet sind.

Das benötigen Sie für eine Duftorange

  • Orangen
  • mehrere Nelken
  • dekorative Tannenzweige

So wird die Zitrusfrucht zum Duften gebracht

Für den weihnachtlichen Adventduft werden die Nelken vorsichtig durch die Haut in die Orange gepiekst. Am schönsten sieht es aus, wenn Sie dabei Muster bilden. Wenn die Orangen mit Nelken verziert sind, können sie im Zimmer dekoriert werden. Noch weihnachtlicher wird die Dekoration mit Tannenzweigen. Nach ein paar Minuten duftet es wunderbar und Weihnachten kann kommen!

Tipp: Wenn Sie die verzierten Orangen auf die Heizung legen, breitet sich der Duft dank der Wärme noch schneller aus!