Sie haben richtig gelesen! Der Kürbis – die größte Beere der Welt. Er gehört wie die Gurke und Tomate botanisch zur Familie der Beeren. Laut Definition sind Beeren Früchte, deren Kerne frei im Fruchtfleisch liegen. Wie es auf den Kürbis zutrifft, auch wenn dieser etwas größer ausfällt. Wegen seiner harten Außenschicht, wird er auch „Panzerbeere“ genannt.

Kürbis Kürbissuppe Halloween Oktober

Nicht nur zu Halloween sind die orangenen Riesen der Hit! Neben den Kürbissorten, aus denen gruselige Halloweendekorationen gebastelt werden, trifft man häufig auf den orangenen Freund. Ab dem Spätsommer ist er in vielen Küchen zu finden. Egal ob in Aufläufen, Pfannengerichten, oder sogar leckeren Kuchen, wird die Kürbissaison zum echten Geschmackserlebnis. Zudem wurde der Kürbis vom „Studienkreis Arzneipflanzenkunde“ der Universität Würzburg zur „Heilpflanze des Jahres“ gewählt. Dies hat er sich verdient: Die Wirkstoffe im Kürbisfleisch und in den Kernen wirken entzündungshemmend, harntreibend und entwässernd. Vor allem als Arzneimittel gegen Blasenschwäche und Prostataleiden, aber auch Magen- und Darmerkrankungen sowie Herz- und Nierenleiden ist er vielfältig einsetzbar. Die gesundheitsfördernde Wirkung ist wissenschaftlich nachgewiesen.

Kleine Helfer für die Gesundheit

  • Die antioxidativen Inhaltsstoffe unterstützen die Abwehrkräfte des Körpers und wehren freie Radikale ab.
  • Der Verzehr von Kürbiskernen und Kürbiskernöl ist vor allem bei Prostataleiden zu empfehlen. Bei gutartigen Prostatavergrößerungen ist die heilsame Wirkung der Kürbiskerne wissenschaftlich belegt. Es gibt auch Hinweise auf eine positive Wirkung auf bösartige Wucherungen.
  • Kürbiskerne wirken beruhigend auf eine Reizblase. Kürbisfleisch ist harntreibend, da es reichlich Wasser und Kalium, aber nur wenig Natrium enthält. Um eine ausreichende Dosis zu erreichen, sollte mindestens zwei Mal täglich ein Esslöffel Kürbiskerne gegessen und zusätzlich Kürbiskernöl zum Anmachen von Salaten verwendet werden.
  • Menschen, die leicht frieren, sollten zur Kürbissuppe greifen: Kürbis wärmt von innen. Noch verstärkt wird der Effekt, wenn die Suppe mit Curry oder Chili gewürzt ist, denn diese Gewürze regen die Thermogenese weiter an und der Energieverbrauch steigt.

Kürbis als gesunde Kosmetik

Wie man an der orangenen Kürbisfarbe erkennen kann, enthält die Panzerbeere jede Menge Carotine. Der menschliche Körper baut daraus Vitamin A, welches wichtig für den Aufbau von Haut, Schleimhäuten und den Sehvorgang ist. Neben Carotin enthält das Fruchtfleisch Kieselsäure, welche zudem für ein straffes Bindegewebe und feste Nägel sorgt.

Gerade wenn es draußen wieder kälter wird, gibt es häufig Probleme mit rissiger Haut an Händen und Füßen. Versuchen Sie es mal mit Kürbiskernöl. Dieses soll sogar gegen Cellulite helfen.

Kürbisse auf dem Speiseplan

So können Sie von den gesundheitsfördernden Stoffen im Kürbis profitieren: Kürbisse in der Küche.

Egal ob als Hauptgericht, als Beilage, als Suppe, Püree oder Kuchen. Kürbisse können gekocht, gedünstet, gebraten, gegrillt, eingelegt oder gebacken werden. Ob herzhaft, sauer oder als Süßspeise. Manche Kürbisse produzieren keinerlei Abfall, denn sie lassen sich komplett mit Schale klein schneiden und weiterverarbeiten.

Wir haben das Team befragt und der Favorit auf dem orangenen Speiseplan ist die Kürbissuppe.

Damit auch Sie einen Einblick in die Kürbiswelt erhalten, können Sie die leckere Kürbiscremesuppe ganz einfach selbst nachkochen.

Dafür benötigen Sie:

1 Hokkaidokürbis (ca. 1 kg)

250 g Möhren (geschält)

1 Zwiebel

1 Stück Ingwer (ca. 5 cm)

1 Becher Sahne oder Créme fraîche (für Kalorienbewusste: Créme légère)

1 EL Butter

750 ml Gemüsebrühe

Nach Geschmack: Kokosmilch

Salz, Pfeffer

Nachdem Sie den Kürbis gewaschen haben, teilen, entkernen und schneiden ihn in kleine Stücke. Die Möhren schälen und mit der Zwiebel fein würfeln. Die Kürbis-, Möhren- und Zwiebelwürfel in der Butter andünsten und das Stück Ingwer hinzugeben. Anschließend mit der Brühe aufgießen und circa 20-30 Minuten bei geringer Hitze kochen lassen. Mit einem Pürierstab die Suppe pürieren. Den Becher Sahne (oder Créme fraîche bzw. Créme légère) mit der Kokosmilch zugeben. Zuletzt nach Bedarf mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

Die leckere Suppe heiß servieren. Wer mag, kann vor dem Verzehr noch Kürbiskerne und/ oder Kürbiskernöl darüber geben.

Übrigens: Kürbisse lassen sich gut über mehrere Monate an kühlen, dunklen und trockenen Orten lagern. Solange die Schale fest und unverletzt ist.

Nicht jeder Kürbis ist genießbar

In allen Kürbisgewächsen ist der Bitterstoff Cucurbitacin enthalten. In manchen Sorten ist er so hoch konzentriert, dass die Beeren ungenießbar sind. Deshalb wird zwischen Zier- und Speisekürbissen unterschieden. Der Anteil an Cucurbitacin steigt mit zunehmender Reife, weswegen ältere Zucchini oder Gurken bitter werden. Somit sind manche Kürbissorten in jungem Zustand köstlich, in älteren jedoch nur als Viehfutter zu gebrauchen.

Wir setzen alles auf orange!